005 * god knows the world doesn't need another band

Es ist so lächerlich, wenn man groß wird, wenn man beginnt, erwachsen zu werden und sich dann langsam eingesteht, dass man gar nicht erwachsen werden will. Und man merkt, dass alles vergänglich ist und nichts ewig währt, und man sitzt nur da und beginnt zu realisieren. Dann fängt man an zu weinen, und auch wenn das kitschig ist, manchmal muss man einfach alles rauslassen.

Wenn ich so sehe, wie sich Leute um mich verändern, wie ich mich verändere, wie ich dann versuche, mir einzureden, mir wäre das alles scheißegal - es ist mir nicht scheißegal. Ich will das nur arrogant abtun, damit alles an mir abprallt, damit mir nicht wehgetan wird und damit ich in Frieden weiterleben kann.

Ich habe heute erfahren, dass ein wichtiger Teil meiner frühen Teenagerjahren sich komplett verändert hat. Ich habe schon früh angefangen, dies zu ahnen und versucht, mich davon loszulösen, was zwar geklappt hat, aber nicht vollständig. Das ist der Grund, warum ich gerade so verzweifelt bin, meine Lügen nicht eingestehen will oder gar mit jemanden darüber reden will. Es ist so peinlich und lächerlich, dass es dumm ist, darüber hier zu schreiben, aber ich möchte es einfach los werden.

Das war der Zeitpunkt, wo ich gemerkt habe, dass ich mich verändert habe, und dass ich diese Veränderung nicht mag, ich bin nicht zufrieden mit ihr und es stört mich. Ich will das Jahr 2008 zurück haben, wo alles angefangen hat, wo ich mich gut gefühlt habe wie lange nicht mehr; was war da? Ich habe Twilight gelesen und es geliebt, niemand kannte es, und ich war glücklich. Ich war naiv und klein und zwölf Jahre alt, ich liebte dieses Buch und mir fehlt dieses Gefühl einfach.

Was war da noch? Ich hatte so gut wie keine Schulprobleme. Ich hatte weder schlechte Noten, noch wurde ich gemobbt. Okay, heute werde ich es auch nicht mehr, aber 2009 war heftig - und es hat auch Nachwirkungen, sodass mein Selbstbewusstsein stark nacheglassen hat und das ein Nachteil ist. Sobald ich meinen Namen höre, drehe ich mich um und bin sofort verunsichert.

Was war da noch? Ja. Ich habe Paramore kennen und lieben gelernt, ich habe ihre Musik entdeckt, sie als meine Leidenschaft gewonnen und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich etwas Besonderes gefühlt - mich besonders gefühlt. Wenn ich gesagt habe, es ist mir egal, dass Josh und Zach die Band jetzt verlassen haben, war es eine Lüge, denn es ist mir nicht egal. Auch wenn ich dieses krasse Fansein hinter mir gelassen habe, so tut es immer noch weh, weil ich weiß, dass etwas, was in meiner "Kindheit" war, sich komplett verändert, so auf einem Tag auf den anderen, dann macht es einen krank. Ich merke, wie sich die Band verändert und zwar zu einer Enttäuschung - natürlich müssen sich Bands verändern, aber ich glaube, ich komme einfach nicht mehr hinterher und deshalb gebe ich einfach auf.

Es ist einfach nur .. ich weiß nicht. Es hat sich so viel verändert die letzten zwei Jahre, dass ich das Gefühl habe, ich verändere mich auch, nur langsam - langsamer, ich renne hinterher, weil ich nicht mehr mitkommen kann. Ich will noch nicht loslassen und das ist mein Problem. Woher weiß ich, dass wenn ich was neues für mich gewinne, es nicht bald schon verlieren werde? Weil es jemand für sich gewinnt? Weil plötzlich alle Leute dran kleben und es beeinflussen, und mir etwas wegnehmen, dass mir das Gefühl gibt, ich bin nicht nur einer von vielen in der Menge.

Entschuldigt meine wirren Gedanken, aber durch diesen Post höre ich auf mich selbst zu bemitleiden und lasse andere in Ruhe. Trotzdem danke für's lesen.

19.12.10 00:53


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